Chromjuwelen am Mainufer

Pünktlich kam der Sommer zurück, eigentlich „wie bestellt“, als der Oldtimerclub WWWV (WirtschaftsWunderWagenVereinigung) am  Sonntag, 26. Juni 2011, an der Mainuferpromenade seine Zelte für die 26. Oldiepräsenta aufschlug. Die Aussichten versprachen stetige Wetterbesserung und so stellten sich schon früh zahlreiche Oldtimerfreunde mit ihren Fahrzeugen und staunende Gäste unterhalb der Stadtmauer ein. Dicht umlagert war das Info-Zelt an der Einfahrt, denn viele meldeten sich für die mit funkelnden Pokalen belohnte Prämierung an, die kurz nach 17 Uhr nochmals die Aufmerksamkeit ganzer Besucherscharen auf sich zog.
Mit aufwändig restaurierten Fahrzeugen, die äußerst fein rausgeputzt waren, machten es de Oldtimer-Eigner der Jury um Karl-Bernhard Nüchter nicht leicht, die besten Fahrzeuge zu ermitteln. Und so entschied meist nur die zweite Stelle hinter dem Komma über die Pokalvergaben. Mit dem „Klassiker des Jahres“, einem Ferrari von 1977 mit 185 PS, der für die Note 1,5 mit dem Pokal der Stadt Seligenstadt belohnt wurde, konnte schließlich der vor Freude übersprühende Hainburger Carlo Olivieri vorfahren. Viel Beifall gab es auch für den „Exote des Jahres“ (Note 2,4), einen Daimler-Panzerspähwagen mit 43000 ccm, Baujahr 1962, mit dem H. J. Armbrüster aus Niederdorffelden auf eigener Achse angereist war und den ganzen Tag über von Interessenten dicht umlagert war.
Das beste Auto der 50er Jahre zeigte Rolf Knebel aus Karben, einen Chevrolet „Bel Air“ von 1957 und der Note 1,82. Die Note 1,27 erzielte der Vintage Speedster (Porsche), mit dem die Klein-Krotzenburgerin Martina Disser vorfuhr und somit den Pokal für das beste Auto der 60er Jahre mitnehmen konnte.
Ein Mercedes Benz 350 von 1973 von Herrn Schmidt aus Aschaffenburg machte das „Rennen“ unter den Autos der 70iger Jahre und so gab es den Pokal für die Note 1,45. Der schönsten „Youngtimer“, ein Mercedes 280 SL von 1983 (Note 1,3) von Udo Schmitt aus Glattbach, wurde mit einem weiteren Pokal belohnt.
Die Zweiradpokale gingen an Alexander Jahr aus Babenhausen für eine NSU Quickly von 1954 (Note 1,42) und an M. Herrmann aus Langenselbold für seine Zündapp K500 von 1934 (Note 1,4). Begeisterten Applaus ernteten Viktor Schöneberg aus Alzenau, der seinen Enkel mit einer Kinder-Vespa „Bambini“ von 1982 (Note 2,125) vorfahren ließ. Der lächelnde Nachwuchs-Oldiefan nahm die herzliche Gratulation und den großen Pokal von Veranstaltungsleiter Rudi Rack entgegen.
Aber auch die ehrenamtliche Mitarbeit der WWWV-Mitglieder wird hin und wieder belohnt und in diesem Jahr erhielt die sichtlich überraschte, aber nicht weniger erfreute Seligenstädterin Gertraude Höhner einen Dankeschön-Pokal mit dem Prädikat „Managerin des Jahres“.
Mit begeistertem Applaus verabschiedeten sich die Seligenstädter Oldtimerfreunde von ihren Gästen und Besuchern bis zum nächsten Jahr, wenn sie wieder zur 27. Auflage der Oldiepräsenta an das beschauliche Mainufer einladen.